GLÜCKHOF SOL
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Wir bewirtschaften unseren Berghof nach altem Bauernerfahrungswissen. Dabei leitet uns die Frage: "Wie haben sie es früher gemacht?" Die Antworten darauf zeugen von einem enormen Wissens- und Erfahrungsschatz, der leider verloren gegangen ist. Weiss man um das Wertvolle in unserer Landschaft und deren Nutzung, erkennt man, dass nur eine solche Bewirtschaftungsweise sowohl für Tier und Mensch artgerecht und nahrhaft sein kann. Und nebenbei noch den hofeigenen Kreislauf schliesst, die Böden gesund erhält und in der Mensch und Tier gleichermassen mit und in der Natur verbunden sind.

Futterlaub

So nutzen wir für die Winterfütterung unserer Tiere Futterlaub und Feinreisig von Gehölzen, die auf unserer Fläche wachsen. Dabei werden einzelne Bäume zu Futterlaubbäumen erzogen, um sie dann zu schneiteln. Daneben fermentieren wir anfallendes Fallaub und nutzen es ebenfalls als Winterfutter. So gewonnenes Laubfutter ist insbesondere was die Wirkstoffe angebelangt besser als Heu (M. Machatschek, versch. Quellen).

Einstreu

Wir müssen kein Stroh für Einstreu kaufen. Alles, was wir hierzu benötigen, schenkt uns unser Hof. Mit dem Falllaub und getrocknetes Gras unserer Feuchtwiesen können wir den Bedarf an Einstreu hofeigen decken. Da die Tiere auch Winter Freigang haben, muss nicht so häufig  gewechselt werden. Insbesondere die Schweine koten nicht in den Unterstand, sofern sie die Möglichkeit für Weidegang haben.

Brennholz

Wir nutzen geschlagenes Holz aus eigenem Wald sowie die nicht verfütterten Holzteile der Futterlaubäste als Brennholz für den Holzofen- und Herd sowie für den Lehmgrundofen. Insbesondere die Schneitelung der Bäume ermöglicht es, in einem Arbeitsgang gleichzeitig Futter und Brennholz zu gewinnen. Und dies mit vergleichsweise leichter Arbeit, die zudem ohne Maschinerie auskommt. Die anfallende Asche verwenden wir im Garten als Dünger und als Putzmittel.

Weiden

Unser Weiden sind vielfältig strukturiert mit verschiedenen Bäumen (alte Laubbäume aber auch neu gepflanzten Wild- und PSR-Obstbäumen), Hecken, Gebüschen, Felsen und Feuchtwiesen. Das ist eine nahrhafte Landschaft! Und zwar sowohl für Mensch und Tier, die Nahrungs- und Heilmittel gleichermassen hergibt. Auch dadurch, dass unsere Tiere auch im Winter auf die Weide dürfen, reduziert sich unser Bedarf an Winterfutter. Als alte und robuste Rassen finden sie auch in der kalten Jahreszeit noch genügend verwertbares Futter und brauchen dadurch weniger Zusatzfutter.

Handwerkzeug statt Maschinenpark

Unser Maschinenpark umfasst eine Holzfräse und eine Motorsäge. Dafür haben wir Muskelkraft und Handwerkzeug. Durch gechickte Wirtschaftsweise wie Laubfütterung und Einsatz der Tiere als Lanschaftspfleger ersparen wir uns viel Arbeit und Maschinen. Und ist erst noch ökologisch und artgerecht. So können wir unseren - dank der Laubfütterung - geringen Heubedarf gut mit Sensen mähen.

Selbermachen


Bei dieser traditionellen Bewirtschaftungsweise steht das eigene und unmittelbare Tun im Vordergrund. Durch geschicktes Nutzen und Anwenden des auf unserem Hof Vorhandenen, erleben wir ein Stück Unabhängigkeit und Freiheit von der monetären Welt, gewinnen erst noch mehr Lebensqualität und die Freude im und am eigenen Wirken.
Glückhof Sol – Wart - 8762 Sool      
079 622 76 16
info@glueckhof-sol.ch
www.glueckhof-sol.ch

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